Der Verblisterungsprozess

1. Arzneimittel entblistern
Konfektionierte Arzneimittel werden vom Hersteller in einer bestimmten geschützten Packung verkauft. Damit einzelne Dosen neu verpackt werden können, müssen sie zuerst aus der Originalverpackung herausgenommen werden. Diesen Prozess nennt man Entblistern und es ist der zeitaufwändigste Schritt.

2. Abfüllen in den Behälter und manuelles Abfüllen
Nach dem Entblistern werden die Medikamente in einen Behälter abgefüllt. Dieser Behälter wird anschliessend in eine Verblisterungsmaschine gesteckt. Wichtig ist, dass in einem Behälter nur ein Medikament enthalten ist. Gewisse Medikamente lassen sich nicht in einen Behälter füllen, weil sie zerbrechen oder deren Staub die Maschine während der Produktion verunreinigt. Diese Medikamente müssen manuell in einen speziellen Behälter gefüllt werden.

3. Maschinelles Verblistern
Nun werden die einzelnen Medikamente pro Patient und Einnahmezeitpunkt gemäss des ärztlichen Rezeptes maschinell in einen Blister verpackt. Der Beutel wird unter anderem mit dem Namen des Patienten und dem Einnahmezeitpunkt beschriftet.
4. Das Rollen der Blister
Wenn alle Medikamente in die Blister abgefüllt sind, werden diese zu einem aneinandergereihten Beutel gerollt. Auf jedem Beutel steht der Name des Patienten, der Name der Medikamente und der genaue Einnahmezeitpunkt. Die Zeitdauer ist meistens eine Woche, kann aber grundsätzlich frei gewählt werden.

5. Systematische Qualitätskontrolle
Jeder produzierte Beutel wird durch ein fotooptisches System überprüft. Das System fotografiert jeden Beutel, vergleicht die Medikamente mit einer Bilddatenbank und prüft sie auf verschiedene Kriterien wie Farbe, Form, Grösse sowie auf die verordnete Menge. Bei Unklarheiten werden die Beutel markiert und von einer Fachperson nachkontrolliert.

6. Auslieferung an die Apotheke
Anschliessend werden die einzelnen Aufträge pro Patient geschnitten und aufgerollt. Nach der Endkontrolle und Freigabe durch eine Fachperson werden die einzelnen Schlauchblister der Apotheke ausgeliefert. Diese übergibt die Wochenblister dann ihren Kunden (Patienten und Pflegeheime). Diese nimmt dann die Endkontrolle vor.

 
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